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E-Mail-Sicherheit im Startup und KMU: Das solltest du wissen

Johannes Bock -

Schätzungen zufolge werden bis 2025 weltweit täglich 376,4 Milliarden E-Mails verschickt. Das ist fast das Fünfzigfache der Weltbevölkerung an E-Mails, jeden einzelnen Tag. Daher ist es für Unternehmen und Einzelpersonen wichtiger denn je, bösartige E-Mails in dieser Flut von E-Mails zu erkennen – vor allem in einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend auf Online-Kommunikation angewiesen sind.

Die Sicherheit von Unternehmens-E-Mails ist zweifellos eine der wichtigsten Investitionen, die du tätigen kannst, um dein Unternehmen besser vor Cyberangriffen zu schützen. Und es ist leicht zu erkennen, warum.

Denk darüber nach. Wenn du einen Cyberangriff starten würdest, würdest du nach einer Methode suchen, die wenig kostet, wenig komplex ist und eine hohe Erfolgschance bietet. Und für Cyberkriminelle bietet der Angriff auf anfällige E-Mail-Konten von Unternehmen diese drei Dinge auf einem Silbertablett. Die meisten dieser Angriffe sind auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Startups gerichtet, die oft nicht über die Ressourcen verfügen, um sich gegen diese Bedrohungen zu schützen. 43 % aller Daten-Leaks betreffen kleine und mittlere Unternehmen (KMU).


Inhalt
1 Was sind die größten E-Mail-Sicherheit Herausforderungen für KMUs und Startups?

Was sind die größten E-Mail-Sicherheit Herausforderungen für KMUs und Startups?

Phishing, Spear-Phishing und Social Engineering

Eines der größten Probleme bei der E-Mail-Sicherheit ist das Phishing. Dabei handelt es sich um einen Versuch des Angreifers, vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartendaten zu stehlen, indem er den Empfänger dazu bringt, auf eine gefälschte Website zu gelangen. Oft werden diese Websites so gestaltet, dass sie dem Original sehr ähnlich sehen und daher leicht zu täuschen sind.

Spear-Phishing ist eine Variation des Phishings, bei der der Angreifer gezielt einzelne Personen oder Unternehmen ansprechen. Diese Attacken sind in der Regel weitaus erfolgreicher als herkömmliche Phishing-Angriffe, da der Angreifer die Opfer mit personalisierten Nachrichten und Websites täuschen kann.

Unter Social Engineering versteht man den Einsatz manipulativer und betrügerischer Taktiken, um Opfer zur Preisgabe persönlicher oder vertraulicher Informationen zu bewegen. Dabei handelt es sich um eine nicht-technische Strategie, die in hohem Maße auf menschlicher Interaktion beruht und es Cyber-Angreifern ermöglicht, sich Zugang zu sensiblen Informationen zu verschaffen. Sie nutzen die natürliche Neigung der Menschen aus und setzen auf ihr Vertrauen. So umgehen sie die Notwendigkeit, deine Software mit technischen Mitteln wie Malware zu hacken.

Wenn du glaubst, dass deine Mitarbeiter zu schlau sind, um auf diese Tricks hereinzufallen, sei gewarnt – selbst erfahrene IT-Fachleute sind schon einmal hereingelegt worden. Eine Umfrage ergab, dass 43 % der teilnehmenden IT-Fachleute schon einmal Ziel von Social-Engineering-Angriffen waren und dass neue Mitarbeiter besonders anfällig für Angriffe sind.

Ransomware

Ransomware ist eine Art von Malware, die deine Dateien und Daten als Lösegeld erpresst und eine Zahlung verlangt, um die Kontrolle abzugeben und dir den Zugriff wieder zu ermöglichen. In der Vergangenheit war Ransomware ein weitgehend undurchsichtiger Begriff, der hauptsächlich von Sicherheitsexperten verwendet wurde. In den letzten Jahren wurde die Bedrohung jedoch immer bekannter, da die Angriffe größer, die Ziele bekannter und die Auswirkungen weitreichender wurden. Die Ransomware ist in der Regel als legitimer E-Mail-Anhang getarnt und wird an Benutzer mit dem Ziel verschickt, sie unwissentlich zum Öffnen dieser bösartigen E-Mail-Anhänge zu verleiten, was zu einer Infektion führt. Cyber-Kriminelle verstecken Ransomware-Links auch oft in Button oder im Text der E-Mail.

Eine Analyse der Website Information is beautiful zeigt, dass Ransomware Attacken auf Unternehmen in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen haben. Wobei fast 40% der ca. 350 bekannten Attacken in den letzten 5 Jahren in 2021 stattfanden.



Konto-Kompromittierung

Eine Konto-Kompromittierung findet statt, wenn Benutzer die Kontrolle über ihre Geschäftskonten an Cyberkriminelle verlieren. Bei Cloud-basierten Geschäftsumgebungen wie Gsuite und Office 360 kann eine Konto-Kompromittierung dazu führen, dass Angreifer Zugriff auf mehrere Anwendungen erhalten, was möglicherweise dazu führt, dass die Konten anderer Nutzer kompromittiert und wichtige Unternehmensdaten gestohlen werden.

Spam

In der Vergangenheit war Spam meist nur ein Ärgernis für E-Mail-Benutzer, aber heutzutage kann er von Angreifern dazu benutzt werden, Unternehmen ins Visier zu nehmen und zu ernsthaften Sicherheitsverletzungen zu führen. Wenn wir den Begriff „Spam“ verwenden, beziehen wir uns in der Regel auf unerwünschte kommerzielle E-Mails, die oft von jemandem verschickt werden, der uns etwas verkaufen möchte. Spam-Nachrichten sind sehr verbreitet; laut Statista machten sie im September 2020 47,3 % des E-Mail-Verkehrs aus. In der gleichen Untersuchung räumt Statista ein, dass viele Spam-Nachrichten zwar einfach harmlose Werbe-E-Mails sind, eine beträchtliche Anzahl jedoch bösartiger Natur ist und mit dem Ziel versandt wird, die Systeme der Nutzer zu schädigen oder zu kapern.

Was sind die Best-Practices, um die E-Mails deines Unternehmens zu schützen?

Um Organisationen vor IT-Attacken und IT-Sicherheitsrisiken zu schützen, solltest du die nachfolgenden Best Practices unbedingt beachten:

  1. Schulungen zur IT-Sicherheit: Wenn es um Cyber-Bedrohungen geht, ist das Wissen, womit man es zu tun hat, schon die halbe Miete. Was von Unternehmen oft übersehen wird, ist, dass ihre Mitarbeiter auch wissen müssen, wie sie auf eine Bedrohung reagieren, die ihre Sicherheitstechnologien umgangen hat. IT-Sicherheit Trainings helfen dabei, Mitarbeiter in menschliche Bedrohungsdetektoren zu verwandeln, indem es sie mit den notwendigen Werkzeugen und Kenntnissen ausstattet, um ihr Unternehmen gegen einen gezielten Angriff zu verteidigen.
  2. Sicherung von Office 365 für den Fall einer Ransomware Attacke: Wenn du heute alle deine Daten verlierst, wie stark würde sich das auf dein Unternehmen auswirken? Ein weit verbreiteter Irrglaube über Office 365 ist, dass es die Daten der Unternehmen für sie sichert – tatsächlich ist das nicht der Fall. Schätzungen zufolge sind 60 % der sensiblen Daten in Office-Dokumenten gespeichert, und 75 % davon werden nicht gesichert. Mit Software zur Datensicherung kannst du schnell und einfach automatische Backups deiner Daten implementieren, die im Hintergrund ablaufen, ohne den täglichen Betrieb zu beeinträchtigen.
  3. Multi-Faktor-Authentifizierung: Ein gestohlenes Passwort muss nicht immer ein IT-Sicherheitsalarm bedeuten, auch wenn dies nicht wünschenswert ist. Die Implementierung einer starken Multi-Faktor-Authentifizierungslösung (MFA) bedeutet, dass ein Krimineller, selbst wenn er das Passwort eines Mitarbeiters erfährt, nicht auf das Konto seines Opfers zugreifen kann, ohne einen zweiten oder dritten Authentifizierungsfaktor zu überwinden.
  4. Einsatz einer E-Mail-Sicherheits Software: Um State-of-the-Art technische Lösungen für Secure Email Gateway (SEG), Post-Delivery-Protection (PDP) und DMARC zu nutzen, ist der Einsatz einer digitalen Lösung unumgänglich. Siehe weitere Details dazu unten unter „Worauf solltest du bei E-Mail Sicherheit Software achten?“

Was ist E-Mail-Sicherheit Software?

Bei E-Mail-Sicherheit Software handelt es sich um sichere E-Mail-Plattformen, die zur Verhinderung von Phishing-Betrug eingesetzt werden. E-Mail-Sicherheitslösungen stellen auch sicher, dass E-Mails, die Links zu bösartigen Websites enthalten oder Malware-Downloads auslösen, blockiert werden, bevor sie den Endbenutzer erreichen. Unternehmen nutzen E-Mail-Sicherheitslösungen, um Datenverluste und die Preisgabe von Privilegien oder Anmeldeinformationen zu verhindern und die Sicherheit von Endgeräten durch das Blockieren von Malware und anderen webbasierten Bedrohungen zu erhöhen.

Wie funktioniert E-Mail-Sicherheit Software?

E-Mail-Sicherheit Software arbeitet in deinem Posteingang und schützt dich vor Bedrohungen. Diese Lösungen verwenden häufig eine Kombination aus maschinellen Lernsystemen und leistungsstarken Tools zur Viren- und Malware-Erkennung. Auf diese Weise lernen sie die besonderen Kommunikationsgewohnheiten deines Unternehmens kennen und schützen dich vor zahlreichen Bedrohungen und verhindern, dass du E-Mails an die falsche Person sendest. Außerdem verhindern sie Datenverluste und schädliche Informationsabflüsse. E-Mail-Sicherheitslösungen schützen Unternehmen vor Phishing-Angriffen und der Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails über den Posteingang.

Worauf solltest du bei der Auswahl einer E-Mail Sicherheit Software achten?

Der Markt für E-Mail-Sicherheitslösungen ist sehr groß und oftmals insbesondere für IT-Laien undurchsichtig. Nachfolgende bringen wir dir drei grundlegende, technische Aspekte näher, auf die du bei der Auswahl deiner E-Mail-Sicherheitslösung achten solltest:

  1. Sicheres E-Mail-Gateway: Ein Secure E-Mail Gateway (SEG) ist das Rückgrat jeder guten E-Mail-Sicherheitslösung. Bei eingehenden E-Mails blockiert ein SEG schädliche oder unerwünschte Inhalte, darunter Spam, Graymail, Viren, Malware, Denial-of-Service-Angriffe und Phishing-Angriffe. Bei ausgehenden E-Mails blockiert es sensible Informationen, die zu Datenverlusten oder Compliance-Problemen führen könnten.
  2. Post-Delivery Protection (PDP): Post-Delivery-Protection (PDP) erkennt und beseitigt automatisch bösartige E-Mails, die auf den E-Mail-Server eines Unternehmens gelangen. Wenn die SEG der Sicherheitswächter am Tor ist, dann ist die PDP der Wächter vor Ort, der überprüft, ob alle, die es durch das Tor geschafft haben, autorisiert und sicher sind, dort zu sein. PDP umfasst häufig Antiviren- und Malware-Erkennung, Sandboxing und nutzt maschinelle Lernsysteme, um E-Mail-Inhalte in Echtzeit zu scannen und vor fortgeschrittenen Bedrohungen wie Spear-Phishing und Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails zu schützen.
  3. DMARC: Für die Nutzer ist das E-Mail-Spoofing bekannter Marken natürlich schwer zu erkennen. Vor allem dann, wenn Cyberkriminelle bösartige E-Mails mit der gleichen E-Mail-Adresse wie eine bekannte Quelle, z. B. eine Bank oder ein Versorgungsunternehmen, verschicken können. Aus diesem Grund wurde 2012 das DMARC-Verfahren (Domain-Based Message Authentication, Reporting and Conformance) entwickelt, um solche Angriffe zu bekämpfen. DMARC ist ein Authentifizierungs-, Richtlinien- und Berichtsstandard, der es Unternehmen ermöglicht, E-Mail-Domänen und Absender durch eine Kombination bestehender Authentifizierungstechniken zu überprüfen. Aus diesem Grund sollte dies ebenfalls Teil ihrer E-Mail-Sicherheitsstrategie sein.



Johannes Bock

Johannes ist Co-Gründer und Software-Spezialist bei Softwaregini. Als IT-Unternehmensberater hat Johannes über 4 Jahre deutschen Unternehmen geholfen, die richtigen IT-Entscheidungen zu treffen. Nun verfolgt er mit Leidenschaft das Ziel IT-Expertise für kleine und mittlere Unternehmen zu demokratisieren.

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